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04.07.2005 - Nürnberg
Wichtiger Schritt in eine berufliche Zukunft
Der Ausbildungserfolg ist der offensichtliche Beweis für das Können der 10 Maschinenzusammensetzer und somit der grundlegende und existentielle Schritt um auch benachteiligte Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Der Kampf um das Finden von Arbeit, aufgrund von mangelnden Arbeitsplätzen, bleibt dem Jugendlichen nach der Ausbildung trotzdem nicht erspart.
„Teilweise haben die Auszubildenden gravierende Probleme. Manche können auch wir als Ausbildungsinstitution für Benachteiligte nicht akzeptieren oder lösen. Drei Jugendliche mussten in der Probezeit deswegen abbrechen, ein Jugendlicher hat von selbst aufgehört. Von den 10 die im Februar zur Prüfung gegangen sind haben es alle geschafft“, berichtet Guido Vildosola.
Die unumgängliche Basis in jeder pädagogischen Arbeit, vor allem in der Arbeit mit besonders benachteiligten Jugendlichen, verlangt eine anspruchsvolle pädagogische Begleitung. „Sie nehmen ja die Probleme, die sie haben mit in die Ausbildung, die verschwinden nicht einfach so, man muss sich damit auseinandersetzen – im Team“, erklärt der Sozialpädagoge Guido Vildosola die Arbeits- weise.
Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Ausbilder, Förderlehrer und Sozialpädagoge, muss sich einig sein über die pädagogischen Methoden. Sie treffen Entscheidungen gemeinsam. Auch hat sich jeder Mitarbeiter im Team einerseits einen klaren und durchschau-baren Führungsstil angeeignet, andererseits darf er aber auch als Mensch nicht verschwinden. „Er muss sich zeigen, als Person authentisch sein, denn was den Jugendlichen in Krisensituationen auffängt ist die aufgebaute zwischenmenschliche Beziehung. Und das ist eine zeitintensive Arbeit,“ sagt der erfahrene Pädagoge.
Neben der praktischen Vermittlung der notwendigen Fertigkeiten liegt ein weiterer, unerlässlicher Schwerpunkt in der Vorbereitung und Einstimmung auf die Abschlussprüfung. „Prüfungssettings in Theorie und Praxis, die während der gesamten Ausbildungsdauer stattfinden, sollen bei unseren Auszubildenden Prüfungsängste
abbauen“, erklärt der engagiert Förderlehrer Stefan Schroft das praxis- und realitätsbezogene Unterrichtskonzept.
Eine kontinuierliche Prüfungsvorbereitung während der gesamten Ausbildungsdauer, eine strukturierte klare Inhaltsvermittlung sowie fortwährender Übungsraum für praktische Umsetzung sind die Säulen dieses Vermittlungserfolges.
Nicht zu vergessen sind das hohe Engagement und die beständige Motivation der Auszubildenden. Schließlich hat diese hervor-ragende Leistung sich der Jugendliche letztendlich selbst zu verdanken. „Dort, wo man sich wohl fühlt, leistet man auch mehr“, sagt Anne König, Maschinenzusammensetzerin.
Seit September 2003 bietet das CJD in Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg 12 neue Ausbildungsplätze als Maschinenzusammensetzer an. Manfred Siegl, Ausbildungsbetreuer der IHK, Gerd Reinert, Referatsleiter der technischen Berufsausbildung bei der IHK, Stefan Schroft, Ausbildungsleiter des CJD und Guido Vildosola, Bereichsleiter BaE im CJD, sind für Konzept und Umsetzung verantwortlich.
Die Ausbildung gleicht den anderen Metallberufen jedoch mit verminderten Anforderungen. Die Schwerpunkte sind ausgerichtet auf die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten. Somit bietet dieser Beruf Jugendlichen, die im theoretischen Bereich Schwächen aufweisen aber handwerklich sehr geschickt sind, eine Zukunftsperspektive.
Der Maschinenzusammensetzer ist nach einer 18monatigen Ausbildungs-zeit qualifiziert für den Einsatz und die Beschäftigung in unterschiedlichen Fertigungsbereichen (Montage, Qualitätswesen, Herstellung). Das Arbeits-gebiet umfasst dabei das Zusammensetzen von austauschbar vorge-arbeiteten Maschinen-, Apparate- oder Armaturenteilen, z.B. für Kraft-maschinen, Fahrzeuge, Werkzeugmaschinen, Walzwerkmaschinen, Großapparate, Groß- und Kleinarmaturen.
Dieser Berufsabschluss kann aber auch als Sprungbrett genutzt werden für Berufe außerhalb des Metallbereiches. Eben für Tätigkeiten, die einen erfolgreichen Berufsabschluss voraussetzen, vor allem im Transport- und Speditionsbereich, und interne Weiterbildungen weiterqualifizieren.
Das CJD Jugenddorf Nürnberg ist ein Berufliches Bildungszentrum. Ein Bereich des CJD Angebotes ist die Berufsausbildung. Der Maschinen-zusammensetzer wird, neben dem Teilezurichter und dem Maschinen- und Anlagenführer, innerhalb der integrativen Form der Berufsaus-bildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) im CJD Jugend-dorf Nürnberg angeboten. Die finanzielle Förderung erfolgt über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Nürnberg.
Fragen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:
Christine Wick
CJD Jugenddorf Nürnberg
Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0911 / 99332-0
E-Mail: christine.wick@cjd-nuernberg.de
Internet: http://www.cjd-nuernberg.de/
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