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12.11.2005 - CJD Jugenddorf Nürnberg
Wichtiger Schritt in eine berufliche Zukunft
Der Ausbildungserfolg ist der offensichtliche Beweis für das Können der 12 Teilezurichter und somit der grundlegende und existentielle Schritt um auch benachteiligte junge Menschen in den Arbeitsmarkt zu vermitteln.
Die Agentur für Arbeit Nürnberg bietet in Kooperation mit dem CJD Jugenddorf Nürnberg benachteiligten jungen Menschen seit vielen Jahren die Möglichkeit, eine erfolgreiche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf sicher zu stellen. Die Kosten für diese Ausbildung werden zu 100 % von der Agentur für Arbeit getragen.
Hervorzuheben ist vor allem der überragende Erfolg im praktischen Teil der Prüfung, mit einem Notendurchschnitt von 2,0. Marcus Gutmann, Teilezurichter mit hervorragenden Leistungen, bildet sich weiter zum Zerspanungsmechaniker aus. Weil er das beste Prüfungsergebnis bei den Ausbildungsabschlussprüfugen 2004/2005 im Ausbildungsberuf Teilezu-richter erzielt hat, wird er zu einer Feierstunde am 11. November in die IHK Akademie Nürnberg eingeladen. Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Präsident der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, wird die Prüfungsbesten aus den Ausbildungsabschlussprüfungen Winter 2004/2005 und Sommer 2005 auszeichnen.
Die nachfolgenden Zahlen zeigen, Ausbildung und Vermittlung in den Aus-bildungsmarkt von benachteiligten jungen Menschen ist immer wieder zu schaffen: Von 12 Facharbeitern konnten 8 in den Arbeitsmarkt vermittelt werden, darunter auch Festanstellungen in Abteilungen wie Härterei, Kleinschrauben-fertigung und Federnproduktion.
Immer wieder kann ich beobachten, dass sich in zwei Jahren bei benachteiligten jungen Auszubildenden viel zum Positiven verändern kann, sagt die CJD Jugenddorfleiterin Ursula Fink. Als Schüler seit ihr zu uns gekommen, als Erwachsene, berufsreife Menschen werden wir euch nun in die freie Wirtschaft entlassen, mit diesen Worten würdigt und verabschiedet die Jugenddorfleiterin die 12 jungen Männer.
Bei der Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen kann man bei einem Erfolg kaum von Glück reden. Hier zeigt sich die Qualität des durchdachten Ausbildungskonzeptes. Sozialpädagogen, Stützlehrer, die Ausbilder des CJD, die Ausbilder der Kooperations-firmen der freien Wirtschaft und die Berufschule arbeiten sehr eng zusammen. Nur mit Hilfe dieses sozialen Netzes kann bei benachteiligten Jugendlichen die langfristige Integration in den Arbeitsmarkt gelingen, erklärt Abteilungsleiter Guido Vildosola, die Arbeitsweise. Die Arbeit mit besonders benachteiligten Jugendlichen, verlangt eine anspruchsvolle pädagogische Begleitung. Sie nehmen ja die Probleme, die sie haben mit in die Ausbildung, die verschwinden nicht einfach so, man muss sich im inter-disziplinären Team damit auseinandersetzen, erklärt Vildosola weiter.
Auch hat sich jeder Mitarbeiter im Team einerseits einen klaren und durchschaubaren Führungsstil angeeignet, andererseits darf er aber auch als Mensch nicht ver-schwinden. Er muss sich zeigen, als Person authentisch sein, denn was den Jugendlichen in Krisensituationen auffängt ist die aufgebaute zwischenmenschliche Beziehung. Und das ist eine zeitintensive Arbeit, sagt der erfahrene Pädagoge.
Neben der praktischen Vermittlung der notwendigen Fertigkeiten liegt ein weiterer, unerlässlicher Schwerpunkt in der Vorbereitung und Einstimmung auf die Abschluss-prüfung. Prüfungssettings in Theorie und Praxis, die während der gesamten Ausbil- dungsdauer stattfinden, sollen bei unseren Auszubildenden Prüfungsängste abbauen, erklärt Ausbildungsleiter Stefan Schroft das praxis- und realitätsbezogene Unterrichts-konzept. Eine kontinuierliche Prüfungsvorbereitung, eine strukturierte klare Inhaltsver-mittlung, sowie fortwährender Übungsraum für praktische Umsetzung sind die Säulen dieses Vermittlungserfolges. Nicht zu vergessen sind das hohe Engagement und die beständige Motivation der Auszubildenden. Schließlich hat diese hervorragende Leistung sich der Jugendliche letztendlich selbst zu verdanken. Dort, wo man sich wohl fühlt, leistet man auch mehr, sagt der Teilezurichter Marcus Gutmann.
Das CJD Jugenddorf Nürnberg ist ein Berufliches Bildungszentrum. Ein Bereich des CJD Angebotes ist die Berufsausbildung. Der Teilezurichter wird, neben dem Maschinenzusammensetzer und dem Maschinen- und Anlagenführer, innerhalb der integrativen Form der Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE) im CJD Jugenddorf Nürnberg angeboten. Die finanzielle Förderung erfolgt über die Agentur für Arbeit Nürnberg.





