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25.04.2006 - Nürnberg
Kooperation mit dem CVJM - Tagebuch einer Praktikantin
Meine 5. Praktikumswoche geht zu Ende und ich freue mich sehr darüber, dass ich mich sowohl im CJD wie auch im CVJM gut eingelebt habe.
Ich versuchte die erste Zeit einfach zuzuhören, dabei zu sein und so zu erforschen, was denn eigentlich nötig ist für so eine Kooperation von CVJM und CJD.
Auf beiden Seiten habe ich eine große Bereitschaft unter den Mitarbeitern erfahren, sich dem einzelnen Jugendlichen zuzuwenden und Platz zu schaffen für Möglichkeiten, dass der Jugendliche mehr von der Ausbildung oder Schule hat.
Mitarbeiter des CJD sehen in ihren Jugendlichen Potential und bei vielen Mitarbeitenden habe ich gespürt, dass sie gerne bereit sind über den üblichen Arbeitseinsatz hinaus zu gehen, wenn es um das Wohl der Jugendlichen geht. Im CVJM herrscht eine große Bereitschaft unter den ehrenamtlichen Mitarbeitern diese Kooperation zu fördern und teilweise auch mitzuarbeiten.
Grundsätzliche Dinge bestehen also.
Die Frage ist nun, in welche Formen die Bereitschaft zu bringen ist. Zwei kleine Projekte bestehen bereits:
- Jugendliche des CJD kommen in den CVJM zum Fußballspielen.
- 4 Wochen trainieren sie Freitags in der CVJM-Sporthalle für die musischen Festtage mit einem Breakdancer.
Das sind kleine Anfänge und doch gehen sie auf das große Gesamtziel zu: Jedem seine Chance! Beim Tanzen, beim Sport wird der Einzelne und die Einzelne gesehen. Er oder sie kann dem CJD-Meister zeigen, was er neben feilen und fräsen noch so drauf hat. Er bekommt eine Chance, seine Freizeit anders zu gestalten und eine Chance den CVJM von innen kennen zu lernen, der das Ziel verfolgt, Lebensmaßstäbe zu setzen, die tiefer gehen. Solche Lebensmaßstäbe vermitteln wollen nämlich beide: CVJM und CJD.
Wie geht es nun weiter?
Ich versuche in den kommenden Wochen auf drei Ebenen weiter zu arbeiten:
- Auf der Beziehungsebene:
MitarbeiterInnen des CJD lernen MitarbeiterInnen des CVJM kennen und andersherum. Dafür sind mindestens zwei Treffen in Vorbereitung.
- Auf der Mitarbeiterebene:
MitarbeiterInnen des CJD und des CVJM sind das Potential. Sie sollen für die Kooperation ihr Herz gewinnen lassen. MitarbeiterInnen auf beiden werden über die Institutionen, das Profil der anderen Institution und die gemeinsame Geschichte informiert. Nur wenn die MitarbeiterInnen für die Sache stehen, wird eine langfristige Kooperation möglich sein.
- Auf der Konzeptionsebene:
Ich versuche ein Konzept zu erstellen, das auf eine langfristige Kooperation von CVJM und CJD zielt.
In welcher Form dies passieren wird, bleibt noch spannend... ist aber in Arbeit.
Neben dieser großen Kooperation bestehen noch viele weiter kleine Ideen: Ein Abschlussgottesdienst für die Auszubildenden, eine Praktikumscamp für die Berufsvorbereitende Maßnahme, eine Sportevent im Juli usw.
Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Kooperation nun weiter entwickeln wird.





