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Gesunde Ernährung von klein an

17.10.2017 CJD Nürnberg « zur Übersicht

Gesunde Ernährung ist eine wichtige Erziehungsfrage. Was Kinder und Jugendliche in diesem Bereich von zuhause mitbekommen, hat großen Einfluss auf ihre weitere Entwicklung. Auch Kindertagesstätten können eine positive erzieherische Rolle übernehmen.

„Uns ist es ein großes Anliegen, allen Kindern in unserer Einrichtung den Zugang zu gesunder und abwechslungsreicher Ernährung zu ermöglichen“, erklärt Franziska Kern, Erzieherin in der Nürnberger Hans-Georg Karg Kita. Die Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands kann dieses Ziel mit Unterstützung der Rainer-Winter-Stiftung sehr gut voranbringen. Nicht alle Kindertagesstätten haben jedoch solche Ressourcen.

In der Hans-Georg Karg Kita haben die Kinder die Chance, verschiedene Lebensmittel und ihre Zubereitung kennen zu lernen, was in vielen Familien nicht zum Alltag gehört. Oft ist aus finanziellen Gründen eine gesunde Ernährung nicht immer gewährleistet. Bereits in der Früh, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, steht in jeder Gruppe ein Obst- und Gemüseteller bereit, an dem sich die Kinder bedienen können. Nachmittags gibt es für alle Kinder eine Obstpause. Einmal im Monat dürfen die Kinder beim Einkaufen helfen, ein Frühstück gemeinsam vorbereiten und dann gemeinsam essen. Die Kinder stimmen selbst darüber ab, was auf den Tisch kommt. Die Erzieher achten auf kulturelle Vielfalt. So werden auch traditionelle türkische, italienische oder arabische Lebensmittel eingekauft.

Für viele Kinder ist das gemeinschaftliche Essen ein ganz neues Erlebnis. „Sie haben bei uns bei jedem Essen die Chance, zusammen zu sitzen, sich als festen Teil der Gruppe wahrzunehmen und mit den anderen Kindern und Erziehern ins Gespräch zu kommen“, so Franziska Kern. Die Erzieher sprechen mit den Kindern darüber, welche Lebensmittel gesund und welche weniger gesund sind und überlegen warum. Im Kita-Garten werden Gemüse und Kräuter gezogen. Die Kinder kümmern sich liebevoll um die eigenen Beete, sie gießen und beobachten, wie die Pflanzen wachsen. Als nächstes soll sogar noch Obst angepflanzt werden.

Auch bei Festen wird das gemeinsame Essen gepflegt. Ganz besonders zur Weihnachtszeit: Dann darf natürlich das gemeinsame Plätzchenbacken auf keinen Fall fehlen. Als „Nebeneffekt“ trainieren die Kinder dabei ihre feinmotorischen Fertigkeiten, die es braucht, um den Teig dünn auszurollen, die Plätzchen auszustechen und sie mit Zuckerguss und Streusel zu verzieren. Franziska Kern ist sich sicher: „Die Plätzchen machen die Weihnachtsfeiern immer zu einem gemütlichen und besonderen Erlebnis für die Kinder.“